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Kolpingsfamilie Bodenmais

 

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Aktuelles von der Kolpingsfamilie Bodenmais


Beim Brückenschlag über die Donau

Jonas - 26.08.2009 16:43 | 4 Kommentare
Wieder einmal nutzten die drei Vereine gemeinsam eine Exkursion zur Besichtigung eines großen technischen Bauwerkes.
Nach Wettzell war es diesmal die Großbaustelle in Deggendorf, die neue Eisenbahnüberführung über die Donau.
Ermöglicht hat dies der 2. Vorsitzende des Kolping, Manfred Hastreiter, welcher leitender Mitarbeiter der ausführenden Firma Streicher in Deggendorf ist.
Fast 30 Vereinsmitgliedern mit Kindern trafen sich auf dem Firmengelände um erst einmal eine Präsentation der Großbaustelle mit den Hintergründen und Besonderheiten solch eines großen Bauwerks zu erfahren.
Der verantwortliche Projektleiter für Brückenbau bei der Firma Streicher, Herr Hans Jungbeck führte spannend und sehr veranschaulichend die Besucher in die Materie ein.
Er veranschaulichte die Details des Bauvolumens wie etwa die Kosten von 32 Mio. Euro ebenso wie die 170 000 cbm Erdbewegungen, 12000 cbm Stahlbeton und 2800 to Stahlüberbau.
Dies alles in einer etwa 2 ¼ Jahre dauernden Bauzeit. Allein der Stahlüberbau erfolgt von Januar bis November 2009.
Die 1879 gebaute Eisenbahnüberführung ist ein Nadelöhr für die Donauschifffahrt wegen ihrer max. Durchlasshöhe von 4,30m und einer Schifffahrtsstrassen breite von 40m.
Die neue Brücke ermöglicht eine Höhe von 9 m und eine Breite von 90 m.
Dies ermöglicht Containerladungen von 2 Etagen und dadurch eine bessere Nutzung der Schifffahrt auf der Donau.
Nach Beantwortung der Fragen von jung und alt ging es hinaus zur Baustelle.
Dort wurden erst einmal die obligatorischen Sicherheitshelme an alle ausgegeben und zur besseren Verständigung bekam jeder einen Funk Headset über welchen Herr Jungbeck seine Erklärungen und Ausführungen über die Großbaustelle an die Besucher brachte. So gingen keine Informationen und Antworten auf die vielen Fragen verloren.
Besucht wurde der Damm auf welchem die aus China über Hamburg angelieferten Stahl- Baugruppen zusammen geschweißt werden.
Diese dann entstehenden Verschübe mit Längen bis zu 90 m werden über Silikon-Gleitschienen auf die Pfeiler in Ihre Position gezogen.
Die Aufschüttungen im Ruhebereich der Donau, der Hochwasser Ausgleichsfläche, sind für die großen Tonnagen der Bauteile und einem zügigen Arbeitsablauf unerlässlich gewesen. Der zeitliche Verlandungs- und Herstellungsaufwand hat sich gelohnt.
Aufgefallen vor Ort sind allen die unterschiedlichen Dimensionen der Brücken.
Die alte filigran erscheinende Brücke gegenüber der doch wuchtigen Neuen. Ursache hierfür ist in den bautechnischen Möglichkeiten gestern und heute aber ganz besonders auf die maximal zu überwindenden Spannweiten zwischen den Pfeilern von früher 40m auf heute 100m begründet.
Nach fast 3 Stunden faszinierender Führung und Information lies man den frühen Abend im Biergarten an der Donau mit Blick auf die Brücken bei weiterer Diskussion und Dank an die Durchführenden ausklingen. Für alle ein unvergesslicher Nachmittag.

Die Fotos findet ihr im Fotoalbum!

Premiere des Bodenmaiser Bauerntheaters ein voller Erfolg

Jonas - 03.08.2009 17:32 | 6 Kommentare
Eine Premiere wie im Bilderbuch lieferte das junge Team des Bodenmaiser Bauerntheaters um Spielleiterin Karola Trum beim „’s dumme Zehnerl“.
Schon nach wenigen Augenblicken war klar, dass das neue
Stück beim Publikum ankam,
gut dosierte Anspielungen, vermeintliche Wort-Falschinterpretierungen wurden von Beginn
an mit kräftigen Lachern der
Zuschauer quittiert und schon während des ersten Aktes gab
es mehrmals Szenenapplaus für die Akteure auf der Bühne.
Spielleiterin Karola Trum ist es wieder einmal gelungen, jede Person des Schwankes mit der richtigen Person aus ihrem Truppe zu besetzen. Zudem war ihre Rolle sehr facettenreich, zunächst als brave, züchtige Kramerstochter, die für ihre große Liebe dann das „elfte“ Gebot bricht und sich mit ihrer Liebe erwischen lässt.
Veronika Saller, die bisher mehr in Nebenrollen agierte, brillierte in der schwierigen und sehr textintensiven Rolle der Burgl. Wie auch Christian Artinger, für den es, wie er nach der Vorstellung selbst sagte, gar nicht so einfach war, immer hochdeutsch zu sprechen. Seine Rolle war nämlich die eines am Mozarteum hochstudierten jungen Mannes, der eigentlich ein Jungbauer sein sollte.
Gerhard Wenzl in der Rolle des schlitzohrigen Faktotums Emmeram spielte sich so richtig in Fahrt und zog für das gute Ende die richtigen Fäden, pardon, natürlich das dumme Zehnerl, mit dem er geschickt den beiden jungen Männern zu ihrem Glück verhalf.
Silke Treml in der Rolle der umtriebigen Studentin, die sich das Leben auf einem Bauernhof einmal aus der Nähe anschauen wollte, brachte eben dieses Leben der Hofbewohner, besonders der männlichen, gehörig durcheinander. Manuela Stangl, erst im zweiten Jahr bei der Truppe, überzeugte als intrigante und berechnende Kramerin, die über ihre Tochter an den Hof will, um daraus eine Fremdenpension zu machen. Heiko Treml war in seiner Rolle als eigentlicher Hoferbe, dem das Wirtshaus lieber ist als die Arbeit, gut aufgehoben und fand sich doch zu guter Letzt an dem Erbe seiner Eltern, dem Haselhof, sowie an der Bauernarbeit, Gefallen.
Unsichtbar und auch unhörbar begleitete Stefanie Potkorny die Bodenmaiser Laiendarsteller, sie war im Kasten auf der Bühne als Souffleuse versteckt.
Vor, während der zwei Pausen und nach der Theateraufführung unterhielt das „Silberberg-Trio“, Hans Andres, Franz Bauer und Wolfgang Fritz, die Zuschauer.
Der Schwank „’s dumme Zehnerl“ spielt auf dem Haselhof, den die beiden Ehalten, die Hauserin Burgl (Veronika Saller) und das Faktotum Emeran (Gerhard Wenzl) am Laufen halten, da die beiden Jungbauern Simon (Heiko Treml) und Thomas (Christian Artinger) der Hof nicht ein Deut interessiert und sie sich nicht darum kümmern, denn beide haben anderes im Sinn.
Joli Haller vom Förderkreis des Bodenmaiser Bauerntheaters hatte zu Beginn die gut 250 Zuschauer begrüßt, darunter Pfarrer Josef Schmaderer und 1. Bürgermeister Michael Adam.

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